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Seit Menschengedenken wünschen sich die Menschen ihr Schicksal beeinflussen zu können. Mit Magie, mit Zauber und mit dem Zauberspruch.

Wer sich mit der Fernöstlichen Weisheit beschäftigt, der hatte schon mal das Wort Mantra gehört. Ich möchte behaupten, dass auch Mantra entfernt so etwas wie ein Zauberspruch ist. Es werden Wörter, oder ganze Sätze wiederholt und dadurch werden in dem feinstofflichen Bereich des Körpers bestimmte Schwingungen ausgelöst.


Ein Zauberspruch ist eine Aneinanderreihung von Lauten mit dem Willen, die in diesen Lauten enthaltene Absicht zu verwirklichen. Gehört der Satz "Ich will ein Eis!" dann auch schon zu den Zaubersprüchen? Nein, behaupte ich. Ganz einfach deshalb, da diese Worte in aller Regel an eine bestimmte Person gerichtet werden, von der man "weiß" (oder doch wenigstens vermutet) dass diese Person diesen Wunsch erfüllen kann. Eis gibts im Sommer praktisch an jeder Straßenecke zu kaufen, hierzu Magie aufzuwenden wäre mehr als töricht - Magie lässt sich nämlich nicht verar...lbern. Da ein Eis also etwas ist, das in aller Regel schnell und einfach zu bekommen ist, braucht hierfür keine Magie angewandt werden.

Eine Eigenschaft, die ein Zauberspruch normalerweise hat: er reimt sich. Es ist keine Bedingung dafür, dass er auch funktioniert - ein guter Spruch funktioniert auch ungereimt, keine Frage! Dennoch prägt sich etwas Gereimtes doch besser ein als Ungereimtes und auch des besseren Rhythmus wegen ist die Reimform doch der freien Form vorzuziehen. Es müssen keine geistig hochtrabenden, noch nicht mal besonders tiefsinnige Sprüche sein.

Der Spruch muss auf jeden Fall die Absicht enthalten, das Ziel, das eine damit eben erreichen / bezwecken will. Dabei ist es wichtig, sehr konkret zu sein. Den Spruch "Sei vorsichtig mit deinen Wünschen - sie könnten in Erfüllung gehen!" möchte ich hier jeder dringendst ans Herz legen. Wenn du eine absolut nicht leiden kannst, ist es ethisch nicht korrekt, dieser Person irgendwelche Krankheiten anzuzaubern. Diese Person in Urlaub nach Indien zu schicken, muss aber auch nicht sein - genau das kann jedoch passieren, wenn du eine dorthin wünschst, wo der Pfeffer wächst. Das alles hört sich vielleicht recht lustig an, doch es ist wirklich ernst. Zu beachten ist, dass Emotionen als Verstärker wirken. Du kannst eine regelrecht verfluchen, wenn du in einem emotionalen Ausnahmezustand einen entsprechenden "Fluch" gegen diese Person ausstößt.

Als Faustregel gilt: Soviel wie nötig - sowenig wie möglich. Nur allzuoft neigen wir Menschen jedoch dazu, zu wissen, was sie nicht wollen. Und hieraus ergibt sich dann ein Problem: denn das Wörtchen "nicht" existiert nicht. Es existiert in der sogenannten "Realität", doch kein Naturgesetz (egal ob wissenschaftlich oder okkult) kennt das Wörtchen "nicht". Sich zu wünschen, z.B. in einer Prüfung nicht durchzufallen ist also gleichbedeutend mit dem Wunsch, die Prüfung wiederholen zu wollen. Falsche Bescheidenheit ist hier wirklich nicht angebracht. Wenn dann sollte der Wunsch korrekterweise also lauten "die (morgige) Prüfung zu bestehen" - Zeit- bzw. Datumsangaben sind sehr nützlich, denn Zaubersprüche beruhen auf der Macht des Wortes, das heißt, sie werden von der Einen Kraft wörtlich genommen. Wenn die "Bestellung" also ankommt und es ist dort nur was von "ich will die Prüfung schaffen" angegeben, dann kanns passieren (muss nicht, aber kann), dass der Wunsch erst mal nach hinten gelegt wird, da keine Prioritätsstufe enthalten ist.

Natürlich kannst du "fremde" Sprüche 1:1 übernehmen, wenn sie dir so richtig und passend erscheinen. Warum das Rad neu erfinden? Jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Zauberspruch umso besser wirkt, je mehr Energie man hineinlegt. Und schon beim Erstellen eines Spruches wird viel von dieser Energie in diesen Spruch mit hineinverwoben.Ein Spruch, den du selber erstellst, hört sich vermutlich auch ganz anders an, als einer, den ich erstelle. Jeder hat so seine eigenen Sprachgewohnheiten, Rhythmen, die natürlich in den Spruch ebenfalls mit einfließen. Durch die Arbeit an und mit dem Spruch wird er ein Teil von dir. Indem du ihn dann entsendest, gibt du damit auch einen kleinen Teil von dir mit ab. Das ist deine Gegenleistung, dein "Geben" dafür, dass du durch den Spruch ja etwas "nehmen" also bekommen, willst.